waldturm und teehaus
Ein Sonntagsausflug brachte mich letzte Woche auf das Landgut Schovenhorst im Osten der Niederlande. Irgendwer scheint dort guten Geschmack zu haben, wenn es um Architektur geht. Letztes Jahr wurde jedenfalls ein sehr hübsches neues Teehaus eröffnet, entworfen vom jungen Amsterdamer Büro na-ma, das vom Niederländer Maarten van Tuijl und der Japanerin Naoko Hikami geführt wird. Diese Mischung sieht man dem Teehaus deutlich an: niederländische Formensprache und japanische Details, das ist immer eine gute Paarung.
Im Inneren versprüht das Café einen leichten Hauch von protestantischem Gemeindezentrum, aber das liegt weniger an der Architektur als an den Hinzufügungen der Betreiber. Hydrokulturpflanzen gehören verboten. Zum Ausgleich hängen von der Decke sehr schöne tropfenförmige Leuchten.

Aber die gute Architektur auf dem Landgut hört mit diesem kleinen Pavillon noch nicht auf. Nur wenige Meter entfernt vom Teehaus baut SeArch momentan ein Besucherzentrum in Turmform mitten im Wald. Es ist zwar noch im Bau, sieht aber eigentlich schon ziemlich fertig aus, vermutlich wird es im Frühjahr eröffnet.

Von weitem bemerkt man den 40 Meter hohen Turm kaum, denn seine rostige Stahlstruktur verschwindet fast zwischen den Bäumen. Aus der Nähe ist er recht spektakulär, mit einer Treppe, die sich außen um ihn herum windet und auf dem Weg nach oben durch mehrere Raumboxen führt. Ganz oben befindet sich eine runde Plattform mit einem Durchmesser von 17 Metern, auf der ein Stück Wald in der Luft schwebt.
Fotos: Miguel Loos, Rendering: SeArch
Kommentare
2009-04-10 12:40:10
Sehr schöne und interessante Fotos.Ich finde den Artikel auch sehr gut.Der Turm ist sehr schön...


