hasta la vista

[Allgemeines]

Ich verabschiede mich hiermit in den Sommerurlaub nach Venezuela. Sollte ich irgendwo zwischen Caracas, Mérida und Ciudad Bolívar über ein Internetcafé stolpern, lade ich vielleicht mal ein paar hübsche Fotos hoch. Ansonsten: bis Anfang August!

map

neubau in der lootsbuurt

[Architektur]

In der Lootsbuurt in Oud-West ist gerade ein neuer Wohnblock von ANA Architecten fertiggestellt worden. Die Gegend besteht beinahe komplett aus Arbeiterwohnungsbau aus dem späten 19. Jahrhundert und befindet sich derzeit knapp vor der Gentrifizierung, was ja immer ganz besonders hip ist. Im Norden liegt die noch etwas ruppige Kinkerstraat, im Süden der schicke Vondelpark.

ANA hatten die Aufgabe, zehn Häuser aus dem 19. Jahrhundert zu ersetzen, die wegen ihrer schlechten Fundamente abgerissen werden mussten. Dabei sollten sich die Neubauten möglichst unauffällig in die historische Straßenfront eingliedern. Viel kreativer Spielraum blieb da nicht, also haben ANA sich bei den Fensterbrüstungen ausgelebt. Ob man das Ergebnis gelungen findet, ist wohl Geschmackssache. Mir sind die neobarocken Brüstungen etwas zu modisch.

vorne hekwerk

Dafür überzeugt mich die Rückseite des Ensembles durchaus: Dort ist eine verspielte Terassen- und Laubenganglandschaft entstanden, wie man sie von außen nie erwarten würde. Endlich demonstriert mal jemand, was man aus den typischen Innenhöfe dieser Wohnblöcke alles machen kann. Die Terrasse im zweiten Stock rechts würde ich mir schon gefallen lassen...

hinten

schweinespielzeug

[Design]

Ich muss zugeben, dass ich eine Schwäche für Schweine habe. Deshalb erscheint mir das Produkt, das gestern mit dem ersten "Design to Business"-Award der Ontwerp Platform Arnhem bedacht wurde, auch auf Anhieb sympathisch. Gewinnerin ist die junge Designerin Sharon Geschiere mit einem Spielzeug für Schweine, dem Wroezelaar ("wroeten" ist das niederländische Wort für "im Boden wühlen"), den sie gemeinsam mit dem niederländischen Tierschutzverein, der Land- und Gartenbauorganisation LTO und der Universität Wageningen entwickelt hat. Er besteht aus einem Kunststoffzylinder, in dem ein Mineralblock versteckt ist. Wenn die Schweine ihn berschnüffeln, wackelt er und gibt Geräusche von sich. Glaubt man dem Foto, sind die Schweine begeistert.

"In einem Land, in dem es mehr Schweine als Menschen gibt, ist jegliche Aufmerksamkeit für das Wohlergehen von Tieren willkommen", schreibt die Jury, in der unter anderem Ed Annink saß, und fährt etwas scharfzüngiger fort: "Die Jury hofft sehr, dass das Projekt nicht nur eine Publicitykampagne der LTO ist, um ihr konservatives Image zu verbessern, sonder ein ernsthafter erster Schritt zu einer veränderten Einstellung gegenüber der Nahrungsmittelindustrie."

geschiere