Schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

[Architektur]

Mit einem simplen Link möchte ich mich in die Feiertage verabschieden: Archined hat mir viel Arbeit abgenommen und eine Übersicht der vielversprechendsten Architekturprojekte gemacht, die nächstes Jahr in den Niederlanden fertiggestellt werden. Wer also schon mal wissen will, was es in diesem Blog 2008 in Sachen Architektur so zu sehen geben wird, der sollte hier klicken.

Ich werde mich morgen auf Heimaturlaub begeben und bin ab Anfang Januar wieder auf Sendung.

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Weihnachtsblick aus meiner Wohnung am Sloterplas...

krijn de koning in rotterdam

[Kunst]

An der Fassade des Centrum voor Beeldende Kunst im Nieuwe Binnenweg in Rotterdam wuchert seit 1. Dezember ein abstrakter Knöterich empor. Das Werk stammt von Krijn de Koning, wächst sozusagen von innen nach außen und wird den Backsteinbau drei Jahre lang zieren.

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Fotos: CBK Rotterdam

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[Kurioses]

Vielleicht etwas off topic für diesen Weblog, aber sehr unterhaltsam: Die niederländische Stiftung "Consument en Veiligheid" ("Konsument und Sicherheit") hat eine neue Website zum vernünftigen Umgang mit Silvesterfeuerwerk lanciert. Auch wenn sie auf den ersten Blick nach etwas ganz anderem aussieht.

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broedplaatsen mit club/restaurant

[Allgemeines]

Am vergangenen Samstag hat es mich zum ersten Mal ins (relativ) neue Club-Restaurant Edel verschlagen, gelegen im Gebäude einer Handwerksschule aus den zwanziger Jahren im Stadtteil De Baarsjes. Der backsteinexpressionistische Bau ist frisch renoviert und beherbergt jetzt neben einer Berufsschule auch Büroräume für junge Kreativbetriebe – Designer, Architekten, Websitebastler und was so dazu gehört. Und eben besagtes Restaurant Edel, wo ich das Interieur etwas zu bemüht loungig, das Essen dafür aber anständig und das DJ-Programm zu später Stunde erstaunlich gut fand.

Die Kombi Kreativbüros/Club-Restaurant ist in Amsterdam gerade schwer angesagt. Angefangen hat natürlich alles mit Club Elf im Post CS-Gebäude. Es folgte die NDSM-Werft mit der Y-Kantine und das Pakhuis Wilhelmina mit gleichnamigem Café. Dann wäre da noch das Volkskrant-Gebäude an der Wibautstraat, in dessen oberstem Stock sich Restaurant Canvas befindet, sowie der Timorplein-Komplex in Zeeburg mit Restaurant, Kulturzentrum und Kino Studio K. Und demnächst soll in der Vliegbasis de Huygens – einer alten Schule in West, also jenseits der mentalen Schallmauer Autobahnring – The Colour Kitchen aufmachen, eine Art Multikulti-Aufguss von Jamie Olivers Fifteen-Konzept.

Das Rezept heißt also: Man nehme einen Altbau mit rauhem Charme, auch gerne etwas abgelegen, füge ein paar Kreativlinge und ein Café/Club/Restaurant (am besten in Kombination) hinzu, et voilà: ein erfolgreicher broedplaats ist geboren. Und von denen gibt es, wie diese Karte zeigt, in Amsterdam noch viel mehr, als ich hier aufgezählt habe.

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Handwerksschulbau Het Sieraad in De Baarsjes

simon heijdens

[Kunst]

Beim Fonds BKVB, dem Mietenzahler und Magenfüller der niederländischen Künstler-, Designer- und Architektenschaft, gibt es momentan eine kleine, aber feine Ausstellung über einen der Künstler, die vom Fonds mit Subventionen bedacht werden: Simon Heijdens.

Heijdens' Werke drehen sich, ganz grob gesagt, um Natur, Licht und Raum. Am aufsehenerregendsten ist offenbar die Anwesenheit eines schwarzen Kristallüsters, den Heijdens für Swarovski entworfen hat. Nicht mein Lieblingsteil, aber darüber kann sich ja jeder seine eigene Meinung bilden. Und zwar noch bis 21. Dezember in der Brouwersgracht 276.

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free magenta und infact

[Design]

Soeben rief ich die Website des Grafikdesignbüros Lava auf und wunderte mich. Dort kann man lesen: "From now on Lava will only design in black and white", gefolgt von einem Link zu http://www.freemagenta.nl. Die deutsche Telekom hat offenbar die Farbe Magenta in ganz Europa als Marke registrieren lassen und will anderen Firmen ihre Benutzung verbieten. Lava Ontwerpers haben daraufhin diese Protest-Website gemacht. Dort kann man übrigens auch hübsche T-Shirts mit dem Aufdruck "C YK" bestellen.

Der eigentliche Grund, weshalb ich bei Lava war, ist aber ein anderer. Als ich am Samstag im Zug zum Strand saß, fiel mir ein gelbes Gratis-Heftchen mit dem Titel "Infact" in die Hände. Es entpuppte sich als Infobroschüre einer Kampagne zum Thema Aids in Asien. Als sehr ansprechend designte Infobroschüre, genauer gesagt. Und ich musste mal wieder daran denken, wie piefig solche Sachen anderswo häufig ausfallen, und habe mich über das Niveau des niederländischen Grafikdesigns gefreut. Lava sei dank. Hoffentlich demnächst nicht nur noch in schwarzweiß.

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