In Eindhoven hat letzte Woche mal wieder die Dutch Design Week stattgefunden, inklusive dem ewigen Highlight: den Graduation Galleries der Design Academy. Unglaublich, was für eine Qualität die Abschlussprojekte der Studenten von dieser Schule jedes Jahr haben. Da sieht manch eine Designmesse im Vergleich verdammt blass aus. Hier eine kleine, unmaßgebliche Auswahl meiner diesjährigen Favoriten:

Dieser Gummisessel mit Tierfiguren, die über Nabelschnüre mit dem Muttermöbel verbunden sind und sich aufblasen, sobald sich jemand darauf setzt, war der unbestrittene Publikumsliebling.
Nacho Carbonell, Pump it Up (Abt. Man and Well-Being). Foto: Jose van Riele

Ikea-Patchwork: Ein Teppich aus Luftaufnahmen von schwedischen Möbelhäusern in aller Welt.
Bjørn Andreassen, Welcome to the World of Ikea (Abt. Man and Public Space). Foto: Vincent van Gurp

Der erste Seidenschal, für den keine Seidenraupen sterben mussten. Statt dessen krochen sie über sechseckige Formen und hinterließen dort ihre Fäden.
Elsbeth Joy Nielsen, A Silk Story (Abt. Man and Activity). Foto: Lisa Klappe

Modullampe mit Magnet-Befestigungen.
Felix Taro Gragnato, My Cloud (Abt. Man and Living). Foto: Femke Reijerman

Verschleißfreier Rasierer aus Hightech-Keramik.
Joyce Meulenpas, Skim (Abt. Man and Well-Being). Foto: José van Riele

Sehr praktisch: Lampenschirm zum Klamottenaufhängen.
Pieter de Caluwé, Hanging Lamp (Abt. Man and Well-Being). Foto: Vincent van Gurp

Reinier Bosch, Kacheltafel (Abt. Man and Living). Foto: Vincent van Gurp

Diesen Leuchter kann man auseinanderziehen und zusammenschieben, ohne dass er seine kreisrunde Form verliert.
Wieland Vogel, Halo (Abt. Man and Living). Foto: Vincent van Gurp

Superschöne zweibeinige, stapelbare Kommoden. Je mehr, desto stabiler.
Ryohei Yoshiyuki, Your Level (Abt. Man and Well-Being). Foto: Vincent van Gurp
Wenn ich wetten sollte, von welchem Absolventen des Jahres 2007 wir in Zukunft noch öfter hören werden, würde ich auf Christoph Brach tippen. Er war in den Graduation Galleries gleich mit zwei sehr schönen, wenngleich sehr unterschiedlichen Projekten vertreten, und obendrein an der Ausstellung NAT im Eindhovener Kunstzentrum MU beteiligt.

Christoph Brach, A Second Nature (Abt. Man and Identity/Man and Activity). Foto: Marjan Holmer
(Eingeweide aus Luftballons - da muss man erst mal drauf kommen...)

Christoph Brach, Shades of White (Abt. Man and Identity/Man and Activity). Foto: René Hulst

Christoph Brach + Daniera ter Haar, 100% Sap.
NAT, Desiging Nature, Kunstzentrum MU (ebenfalls in der Witte Dame), bis 11.11.