Gestern wurde die diesjährige
Art Rotterdam eröffnet. Sie läuft bis 12.2. im Passenger Terminal (den alten Abfertigungshallen von Van den Broek en Bakema) auf der Hafenhalbinsel Kop van Zuid.
Von der Reizüberflutung, die einen bei den meisten Kunstmessen überkommt, ist die Art Rotterdam weit entfernt. Nur 73 Galerien stellen aus, und die Atmosphäre ist ziemlich entspannt. Die meiste Kunst ist wohnzimmerwandtauglich, ohne namenlos/kitschig/inhaltsfrei zu sein, und die Preise für ein ordentliches Kunstwerk fangen schon bei 400 Euro an. Aber selbst die muss man dank der großartigen niederländischen
kunstkoopregeling gar nicht haben: Es reichen 45 Euro aufwärts. Wer in den Niederlanden wohnt, kann nämlich Kunst im Wert von 450 bis 7000 Euro bei einer Anzahlung von nur zehn Prozent mit einem zinslosen Kredit finanzieren. Die Zinsen übernimmt die
Mondriaan Stiftung. Wenn das nicht großzügig ist.
Großer Trend ist dieses Jahr übrigens Handarbeit. An allen Ecken und Enden wird gestrickt, gestickt, geknüpft und laubgesägt. Fotos gibt es auch jede Menge, dafür will aber offenbar niemand mehr Videos haben.

Amie Dicke, Tanya, 2006, Galerie Diana Stigter

Iris van Dongen, With grace and pleasure, 2006, Galerie Diana Stigter

Alex Winters, 13b, 2006, Galerie Fons Welters

Wilfredo Prieto, Huella/Footprint , Galerie Martin van Zomeren

Damien Hirst, Bromphenol Blue, 2005, Willem Baars Art Consultancy